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Die Regelnummern in Klammern in den Überschriften verweisen auf die vollständigen Regeln
(Download auf den Seiten des ÖSRV).
Die Zählweise (Regel 2)
Ein Spiel geht über drei Gewinnsätze. Jeder Satz geht bis elf Punkte, außer beim Stand von 10:10.
Bei 10-beide muss auf zwei Punkte Unterschied gespielt werden ("Verlängerung").
Punkte können von beiden Spielern gemacht werden, es zählt jeder Fehler ("Running Score").
Wenn der Rückschläger den Ballwechsel gewinnt, wird er oder sie der Aufschläger.
Das Einspielen (Regel 3)
Vor Spielbeginn wird den zwei Spielern 5 Minuten (2 ½ Minuten auf jeder Seite) Zeit gegeben, um
sich und den Ball auf dem zu spielenden Court warmzuspielen.
Nach einem Ballaustausch oder einer Spielunterbrechung spielen die Spieler den Ball wieder
warm.
Der Ball kann von jedem der Spieler bei Unterbrechungen warm gespielt werden.
Der Aufschlag (Regel 4)
Das Spiel beginnt mit einem Aufschlag. Der Spieler, der zuerst aufschlägt, wird durch
Schlägerdrehen ermittelt. Danach schlägt der Aufschläger solange auf, bis er einen Ballwechsel
verliert, dann wird der Gegner zum Aufschläger (bekannt als Aufschlagwechsel).
Der Spieler, der den vorhergehenden Satz gewinnt, schlägt im nächsten Satz zuerst auf.
Bei Beginn jeden Satzes und nach jedem Aufschlagwechsel kann der Aufschläger von jedem der beiden
Aufschlagvierecke aufschlagen. Nach einem gewonnenen Ballwechsel schlägt der Aufschläger vom
jeweils anderen Aufschlagviereck auf.
Beim Aufschlag steht der Spieler mit wenigstens einem Teil des Fußes innerhalb des
Aufschlagvierecks auf dem Boden ohne mit demselben Fuß die Begrenzungslinie des Aufschlagvierecks
zu berühren. Damit ein Aufschlag gültig ist, muss er direkt an die Stirnwand oberhalb der
Aufschlaglinie und unterhalb der Auslinie treffen und zwar so, dass der Ball beim Rückprall auf
dem Boden im gegnerischen Platzviertel aufspringt, außer er wird als Volley angenommen.
Gültiger Rückschlag (Regel 6)
Ein Rückschlag ist gültig, wenn der Ball, bevor er ein zweites Mal auf dem Boden aufspringt, vom
Spieler korrekt zur Stirnwand über das Tin und unterhalb der Auslinie geschlagen wird, ohne
vorher den Boden zu berühren. Der Ball darf dabei die Seitenwände und/oder die Rückwand berühren,
bevor er die Stirnwand erreicht.
Ein Rückschlag ist ungültig, wenn er "DOPPELT" (wenn er geschlagen wird, nach dem er mehr als
einmal auf dem Boden aufgesprungen ist, oder unkorrekt geschlagen wird oder ein Doppelschlag ist),
"TIEF" (wenn der Ball, nachdem er geschlagen wurde, zuerst auf dem Boden aufspringt, bevor er an
die Stirnwand trifft oder ins Tin geht) oder "AUS" (wenn der Ball eine Wand auf oder über der
Auslinie trifft) ist.
Ballwechsel (Regel 8)
Nach einem gültigen Aufschlag wird der Ball abwechselnd von beiden Spielern geschlagen, bis einer
keinen gültigen Rückschlag macht.
Ein Ballwechsel besteht aus einem Aufschlag und einer Reihe von gültigen Rückschlägen. Ein
Spieler gewinnt einen Ballwechsel, wenn es dem Gegner nicht gelingt, einen gültigen Aufschlag
oder Rückschlag durchzuführen oder der Ball den Gegner trifft (einschließlich Schläger oder
Bekleidung), bevor der Spieler versucht hat, den Ball zu schlagen, wenn der Gegner der
Nicht-Schläger ist.
BEACHTE: JEDER SPIELER SOLLTE ZU JEDEM ZEITPUNKT IN EINEM BALLWECHSEL DARAUF VERZICHTEN, DEN
BALL ZU SCHLAGEN, FALLS DIE GEFAHR BESTEHT, DEN GEGNER MIT BALL ODER SCHLÄGER ZU TREFFEN.
IN SOLCHEN FÄLLEN HÄLT DER SPIELER INNE UND DER BALLWECHSEL WIRD WIEDERHOLT ("LETBALL") ODER DER
GEGNER WIRD BESTRAFT.
Treffen des Gegners mit dem Ball (Regel 9)
Wenn ein Spieler den Ball schlägt und dieser den Gegner oder dessen Schläger oder Bekleidung
trifft, bevor er die Stirnwand erreicht, wird das Spiel unterbrochen.
*** Wenn es sich um einen gültigen Rückschlag gehandelt und der Ball die Stirnwand erreicht
hätte, ohne zunächst eine andere Wand zu berühren, gewinnt der Rückschläger den Ballwechsel,
vorausgesetzt, er hatte sich nicht gedreht.
*** Wenn der Ball entweder eine Wand berührt hat oder hätte und es sich um einen gültigen
Rückschlag gehandelt hätte, wird ein Letball gespielt.
*** Wenn der Rückschlag nicht gültig gewesen wäre, verliert der Rückschläger den Ballwechsel.
Drehen (Regel 9)
Wenn sich der Spieler mit dem Ball entweder gedreht hat oder diesem erlaubt hat, um den Körper
herum zu passieren, hat er sich in beiden Fällen "gedreht", wenn er den Ball rechts vom Körper
gespielt hat, nachdem er ihn auf der linken Seite vorbeigelassen hat (oder umgekehrt). Wenn der
Gegner vom Ball getroffen wird, nach dem sich der Spieler gedreht hat, wird der Ballwechsel dem
Gegner zugesprochen.
Wenn der Spieler beim Drehen den Ballwechsel unterbricht, weil er Angst hat, den Gegner zu
treffen, wird ein Letball gespielt. Dies ist das empfohlene Vorgehen in Situationen, in denen
ein Spieler sich drehen will, aber nicht sicher ist, wo der Gegner steht.
Weitere Schlagversuche (Regel 10)
Wenn ein Spieler beim Versuch, den Ball zu spielen, diesen verfehlt hat, kann er einen weiteren
Schlagversuch unternehmen.
*** Wenn ein weiterer Schlagversuch zu einem gültigen Rückschlag geführt hätte, aber der Ball
den Gegner trifft, wird ein Letball gespielt.
*** Wenn der Rückschlag nicht gültig gewesen wäre, verliert der Spieler den Ballwechsel.
Behinderung (Regel 12)
Wenn ein Spieler/in an der Reihe ist, den Ball zu spielen, hat er/sie das Recht auf ausreichend
Platz, ohne Behinderung durch den Gegner.
Um eine Behinderung zu vermeiden, muss der Gegner versuchen, dem Spieler ungehinderten Zugang
zum Ball zu gewähren, gute Sicht auf den Ball zu ermöglichen und Platz zu machen, eine
vernünftige Schlagbewegung durchzuführen, um den Ball direkt an jede Stelle der Stirnwand zu
spielen.
Ein Spieler, der sich behindert fühlt, kann die Behinderung in Kauf nehmen und weiterspielen
oder den Ballwechsel unterbrechen. Es ist vorzuziehen, den Ballwechsel zu unterbrechen, wenn
die Möglichkeit besteht, mit dem Gegner zusammen zu stoßen oder ihn/sie mit dem Schläger oder
Ball zu treffen.
Wenn der Ballwechsel wegen einer Behinderung unterbrochen wird, gelten folgende allgemeine
Richtlinien:
*** Der Spieler hat das Recht auf einen Letball, wenn er oder sie den Ball hätte zurückschlagen
können und der Gegner jede Anstrengung unternommen hat, die Behinderung zu vermeiden.
*** Der Spieler hat kein Recht auf einen Letball (verliert den Ballwechsel), wenn er oder sie
den Ball nicht hätte zurückschlagen können, oder die Behinderung in Kauf genommen hat, oder die
Behinderung so gering war, dass der Zugang des Spielers zum Ball und der Schlag nicht
beeinträchtigt waren.
*** Der Spieler hat das Recht auf einen "Punkt" (gewinnt den Ballwechsel), wenn der Gegner nicht
jede Anstrengung unternommen hat, die Behinderung zu vermeiden, oder wenn der Spieler einen
gewinnbringenden Rückschlag hätte anbringen können oder wenn der Spieler den Gegner mit dem Ball
auf dem direkten Weg zur Stirnwand getroffen hätte.
Gewährung von Letbällen (Regel 13)
Ein Letball ist ein unentschiedener Ballwechsel. Der Ballwechsel zählt nicht und der Aufschläger
schlägt nochmals vom gleichen Aufschlagviereck auf.
Zusätzlich zu den Letbällen, die in oben genannten Abschnitten aufgeführt sind, können bei
anderen Gelegenheiten Letbälle zugestanden werden. Zum Beispiel kann ein Letball gewährt werden,
wenn der Ball irgendeinen Gegenstand auf dem Courtboden berührt, oder wenn der Spieler im Schlag
innehält, weil er begründete Angst hat, den Gegner zu verletzen
Ein Letball muss gewährt werden, wenn der Rückschläger noch nicht schlagbereit ist und keinen
Versuch macht, den Aufschlag anzunehmen oder wenn der Ball während des Spieles kaputtgeht.
Verzögerungsfreies Spiel (Regel 7)
Das Spiel soll in jedem Satz ohne Unterbrechung fortgeführt werden, sobald ein Spieler
aufgeschlagen hat. Es soll keine Verzögerung zwischen dem Ende eines Ballwechsels und dem Beginn
des Nächsten geben.
Zwischen den Sätzen ist eine Pause von 90 Sekunden erlaubt.
Spieler dürfen nötigenfalls Bekleidungsstücke oder Ausrüstung wechseln.
Blutung, Verletzung und Unwohlsein (Regel 16)
Wenn eine Verletzung mit Blutung auftritt, muss die Blutung gestillt werden, bevor der Spieler
weiterspielen darf. Einem Spieler wird eine angemessene Zeit zugestanden, um die Blutung zu
behandeln.
Wenn die Blutung allein durch den Gegner verursacht wurde, gewinnt der verletzte Spieler das
Spiel.
Wenn die Blutung wieder auftritt, wird keine weitere Erholungspause genehmigt, außer dass der
Spieler den Satz abgeben kann, die 90 Sekunden Pause zwischen den Sätzen nutzt, um die Wunde zu
behandeln und die Blutung zu stoppen. Wenn ihm dies nicht gelingt, muss der Spieler das Spiel
aufgeben.
Bei einer Verletzung ohne Blutung muss entschieden werden, ob die Verletzung vom Gegner
verursacht oder selbst verschuldet oder von beiden Spieler mitverursacht wurde.
*** Falls vom Gegner verursacht, gewinnt der verletzte Spieler das Spiel, falls eine
Erholungszeit nötig ist.
*** Falls selbst verschuldet, wird dem verletzten Spieler 3 Minuten Erholungspause zugestanden,
dann muss er weiterspielen oder den Satz abgeben und die 90 Sekunden Pause nutzen, um sich zu
erholen.
*** Falls von beiden Spielern mitverursacht, wird dem verletzten Spieler eine Erholungspause von
einer Stunde zugestanden.
Ein Spieler, dem unwohl ist, muss weiterspielen oder kann eine Pause nehmen, indem er den Satz
abgibt und die 90 Sekunden Pause zur Erholung nutzt. Krämpfe, Übelkeit und Atemlosigkeit
(einschließlich Asthma) werden als Unwohlsein angesehen. Wenn ein Spieler im Court erbricht,
gewinnt der Gegner das Spiel.
Pflichten der Spieler (Regel 15)
Regel 15 liefert Richtlinien für Spieler. Zum Beispiel sagt 15.6 aus, dass absichtliche
Ablenkung nicht erlaubt ist. Spieler sollte diese Regel vollständig lesen.
Einige der 8 Unterpunkte behandeln Situationen bezüglich der Spielkontrolle durch Punkt-/
Schiedsrichter. Die Verwendung von Offiziellen wird in dieser Kurzfassung nicht berücksichtigt.
Verhalten auf dem Court (Regel 17)
Beleidigendes, aggressives oder einschüchterndes Benehmen ist im Squash nicht akzeptabel.
Dieser Punkt beinhaltet hörbare und sichtbare Obszönitäten, verbalen und körperlichen
Missbrauch, Meinungsverschiedenheit, Missbrauch des Schlägers, Courts oder Balles, unnötiger
Körperkontakt, übermäßige Schlagbewegung, unsportliches Warmspielen, Zeitverzögerung, zu späte
Rückkehr auf den Platz, vorsätzliches oder gefährliches Spiel oder Handlung und Coaching
(außer in den Satzpausen).
Anhang 4.1 - Behinderung
Flussdiagramm: Überlegungsweg für Schiedsrichter zu Regel 12
|
|
|
Entscheidung |
Regel |
|
Hat eine Behinderung stattgefunden? |
Nein |
Kein Let |
12.7.1 |
|
Ja |
|
|
|
|
War die Behinderung minimal ? |
Ja |
Kein Let |
12.7.1 |
|
Nein |
|
|
|
|
Hätte der behinderte Spieler den Ball erreichen und einen gültigen Rückschlag durchführen können und hat er jede Anstrengung unternommen, dies zu tun? |
Nein |
Kein Let |
12.7.2 |
|
Ja |
|
|
|
|
Hat der behinderte Spieler die Behinderung in Kauf genommen und weiter gespielt? |
Ja |
Kein Let |
12.7.3 |
|
Nein |
|
|
|
|
Hat der behinderte Spieler die Behinderung auf seinem Weg zum Ball verursacht? |
Ja |
Kein Let |
12.7.4 |
|
Nein |
|
|
|
|
Hat der Gegner jede Anstrengung unternommen, die Behinderung zu vermeiden? |
Nein |
Ball an Spieler |
12.8.1 |
|
Ja |
|
|
|
|
Hat die Behinderung den Spieler von einer angemessenen Schlagbewegung abgehalten? |
Ja |
Ball an Spieler |
12.8.2 |
|
Nein |
|
|
|
|
Hätte der behinderte Spieler einen gewinnbringenden Rückschlag durchführen können? |
Ja |
Ball an Spieler |
12.8.3 |
|
Nein |
|
|
|
|
Hätte der behinderte Spieler den Gegner mit dem Ball getroffen, wobei der Ball entweder direkt an die Stirnwand gegangen oder der Schlag über die Seitenwand ein gewinnbringender Rückschlag gewesen wäre? |
Ja |
Ball an Spieler |
12.8.4 |
|
|
Nein |
Letball |
12.9 |
Fr., 02.03.2012 - 17:00 Uhr:
5. Hobbyturnier / LSZ
Fr., 09.03.2012 - 19:00 Uhr:
1.Klasse 5. Runde / LSZ
Fr., 16.03.2012 - 19:00 Uhr:
Landesliga 7. Runde / LSZ